Unsere Tour führte uns ersteinmal in das Zentrum von Maastricht mit dem Ziel eine oder
mehrere Karten der Umgebung, und damit auch von Eben Emael zu erstehen. Wir parken
direkt an der Uferstraße und tauchen in die Fußgängerzone von Maastricht ein. Beim V.V.V.
angelangt erstehen wir zwar eine entsprechende Karte, die sich aber über das Fort komplett
ausschweigt. Aber immerhin der Ort selbst ist eingezeichnet. Gegenüber des V.V.Vs gibt
es wie seit Jahr und Tag noch den superleckeren Softeisstand, und wir machen uns mit je
einem wieder in Richtung Auto. Eine kurze Rundfahrt durch Maastricht bis zum Fort am
Anfang des St.Pietersberg, dann geht es via Landstraße Richtung Belgien. An der Grenze
treffen wir auf ein schönes Schlößchen (siehe Fotos) mit einem Park und einem in den
Mergel gehauenen riesigen Weinkeller. Hier kann man herrlich speisen, denn hinter den
alten Mauern verbirgt sich ein Gourmet-Tempel!
Maastricht
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Kunst im Fenster
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Maastrichter Fort
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Maastrichter Fort
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Das Schloß
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Weinkeller
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Der Park
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Ecktürmchen
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Handzettel
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Einladung...
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Kasematte "Visé 2"
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Luftkuppel
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"Kuppel 120"
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Nicht ohne uns an den wahren Gaumengenüssen Belgiens (Pommes Frittes) zu laben, führt
uns unser Weg nun zu der Ortschaft Eben Emael, ein typisches Graulanddorf,
mit viel Grau. Aber: Ein Hinweisschild zum Fort gibt es und wir staunen nicht schlecht
über den großen Parkplatz dort. Wir parken neben einem Kleinbus, um etwas Schatten
zu bekommen und machen uns in Richtung Forteingang auf. Dort am Block I steht
ein Belgier, der einer Handvoll Touri's erklärt wann das Fort zu besichtigen ist. Wir
bekommen auch einen klitzekleinen Handzettel auf englisch und französisch. Einmal im
Monat ist das Fort geöffnet - aber eben nicht heute. Der nette Herr erzählt uns aber,
(mit Händen und Füßen) das gerade heute eine deutsche Gruppe hier wäre und eine
Spezialführung mache. Er schickt uns geradewegs aufs Fort, um dort bei der Gruppe
Einzelheiten (auf deutsch) zu erfragen. Das unscheinbare Schild (siehe Bild) mit dem
Stacheldraht am Pfahl irritiert uns zwar etwas, aber er winkt wir sollen gehen. Wir
besteigen das Fort und überlegen, wie denn Schilder aussehen, hinter denen etwas wirklich
gefährliches liegt!? Wir kommen an Visé 2 und dem Luftschacht vorbei
und treffen mitten auf dem Feld an der Kuppel 120 die Gruppe. Der Fremdenführer
erzählt im spannungsgeladenen Ton von der Eroberung des Forts und hat nichtmal Zeit
uns zu bemerken. Wir beschließen das Fort zu erkunden und marschieren in Richtung
der Kuppel Nord, von dort aus zu Visé 1 und Mi-Nord. Überall
sind diese Abdrücke der Hohlladungen und da wir das Wort "Hohlladung" zu diesem
Zeitpunkt noch nicht mal kennen, rätseln wir etwas über diese Erscheinung. Unser
kleiner Rundgang führt uns dann über Mi-Süd, Maastricht 1 und Block II
wieder an den Haupteingang zurück. Das ganze dauert schlappe 3 Stunden und die Hitze
hat uns kräftig ausgedörrt. Am Auto erstmal eine Erfrischung und dann fahren wir in
Richtung Schleuse, die wir von oben erspäht haben. Nach einem kleinen Erkundungsgang am
Albertkanal und einem geschleustem Schiff treten wir den Heimweg an. In Maastricht
schnell noch in den McD, der auch 1:1 deutsches Geld nimmt, und dann ab auf die Autobahn...
Blick übers Fort
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"Kuppel Nord"
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"Kuppel Nord"
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"Kuppel 120"
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"Eben 2" auf "Mi-Nord"
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Versagte Hohlladung
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Die technischen Daten des Forts:
Angeblich war Eben Emael seinerzeit das stärkste Fort der Welt. Das 1935 nach 3 Jahren Bauzeit
und 24 Millionen Bfrs. Baukosten entstandene Monstrum hat die Form eines Dreiecks mit einer Basis von 800 Metern
und Schenkeln von je 900 Metern. Die Oberfläche umfaßt 75ha, das reine Dach (Dreieck) 45ha. Der Graben des
Albertkanals ist 65 Meter tief und 1300 Meter lang. Im Inneren gibt zwei Ebenen: Das Ergeschoss, ca. 60 Meter
unter der Oberfläche und die Mitteletage mit einem Niveau von 40 Metern u.d.O.
Die Öffnungen des Forts zur Außenwelt wurden in zwei Gruppen unterteilt, in sogenannte Batterien. Die erste
beinhaltete die Fern-Artillerie mit den Kuppeln und Kasematten; die zweite umfasste die
Nahverteidigung mit den Blocks (Bunker) rund um das Fort.
Batterie I (Fern):
Kuppel 120 mit 2 Geschützen 120mm, rundum drehbar aber wegen dem hohen Gewicht von 500 Tonnen nicht
versenkbar. Die Reichweite betrug nur 17,5 Km, was politische Gründe hatte: Um glaubwürdig neutral
zu sein, durfte Deutschland nicht erreichbar sein.
Die "Kuppel Nord" und "Kuppel Süd" mit je zwei Schnellfeuergeschützen zu 75mm die rundum drehbar und komplett
versenkbar waren. Die Reichweite betrug 11 Km. Weiterhin hatte "Kuppel Nord" einen Ausgang für Infanterie.
Den 4 Kasematten mit je 3 Geschützen zu 75mm mit einem Drehbereich von 70 Grad und einer Reichweite
von ebenfalls 11 Km. In Richtung Norden schoßen die beiden Kasematten "Maastricht 1" und "Maastricht 2" und in Richtung Süden
"Visé 1" und "Vise 2". Auf "Maastricht 2" liegt zusätzlich die Beobachtungskuppel "Eben 3".
Batterie II (Nah):
Block I, der Haupteingang des Forts.
Block II, am Ende des Wassergrabens an der Westseite des Forts. Hier war einer der drei zusätzlichen Ausgänge für Infanterie.
Kanal Nord, unten auf Kanal-Niveau zur Absicherung Richtung Norden (Kanne). "Kanal Nord" verfügt über einen Notausgang.
Kanal Süd, unten auf Kanal-Niveau zur Absicherung Richtung Süden (Lanaye). "Kanal Süd" verfügt über einen Notausgang.
Block IV, östlich gelegener Bunker am Panzergraben. "Block IV" verfügt über einen Notausgang.
Block V, südlichster Bunker am Panzergraben. Kombiniert mit "Kuppel Süd" und einem Notausgang.
Block VI, 100 Meter neben dem Haupteingang am Ende des Panzergrabens. "Block VI" verfügt über einen Notausgang.
Mi-Süd und Mi-Nord, die beiden Maschinengewehr-Bunker, die die Oberfläche des Forts sichern sollten.
Auf Mi-Nord liegt die Beobachtungskuppel "Eben 2" und ein Ausgang für Infanterie.
Block 01, durch einen Tunnel mit dem Fort verbunden, liegt dieser Bunker oberhalb der Schleuse von Lanaye und
konnte mit seiner Beobachtungskuppel "Eben 1" das ganze Maastal übersehen. "Block 01" verfügt über einen Notausgang.
Haupteingang "Block I"
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Reste "Kanal Süd"
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"Kanal Nord"
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Hier wurde der Kanal...
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...vergrößert!
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Typ. Höhle
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Grenze B/NL
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Kanal Süd gibt es heute übrigens
nicht mehr. Dort klaft nur noch ein abgeschnittener Gang inmitten des Berges. Der
Grund ist einfach: Vor ein paar Jahren hatte man den Albertkanal verbreitert und einige Meter
Berg abgeschnitten. Dabei ging dann auch Kanal Süd "drauf".