Gestern waren die Temperaturen auf über 35 Grad gestiegen, aber nichtsdestotrotz
ist es an diesem Sonntagmorgen dunsig und keinesfalls heiß. Wir beschließen
loszufahren und packen dazu unsere Komplettausrüstung
in den Kofferaum. Die Route führt uns via Bitburg, Trier und Luxemburg nach Frankreich.
Leider ist mitten in der Eifel die Autobahn "noch nicht fertig", sodass es uns zwischendurch
etliche Kilometer auf die Landstraße verbannt. Dabei kreuzen wir den ehemaligen Westwall in
der Nähe von Dahlem, von dem noch einige Bunker
erhalten und zu besichtigen sind.
Über die Landstraße (anstatt über die Autobahn über Metz) ging es dann weiter in Richtung Verdun. Und kaum in Frankreich
eingereist, stehen eine ganze Reihe Bunker des Weges; z.B. eine Anlage mit Wasserbunkern sowie ein zweistöckiger
Bunker unmittelbar am Strassenrand; weitere stehen in beide Richtungen
in Sichtweite in den Feldern (Maginotlinie). Wir parken und gehen kurz um die Wasserbunker
herum und nehmen dann den "richtigen" Bunker genauer in Augenschein. Zu unserer
Freude hat er nicht nur eine Etage, sondern eine Treppe führt in den Keller, der
von der Grundfläche quasi identisch ist. Sogar ein Raum mit Steh-Abort und eine
noch tiefer liegende Zisterne sind noch vorhanden. Die Panzerkuppel hingegen wurde "brutal" entfernt.
Neuer Wasserbunker
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Alter Wasserbunker
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Bunker
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Innenansicht
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Wandbeschriftung
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Kuppel
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In Verdun sind wir ca. um 14:00 Uhr angekommen. Nach einer kurzen Besichtigung einer
Gedenkstätte haben wir beim "Office de Tourisme" zwei ungeheuer praktische Karten
(28Fr und 59Fr) erstanden, die alle Forts und Zitadellen in Frankreich verzeichnen!
Nach kurzer Kaffeepause zum Studium des Neuerwerbs ging es dann zuerst zu Fuß
zur Zitadelle im Ort. Die Temperatur hat inzwischen wieder die Unerträglichkeitsmarke
jenseits 36 Grad erreicht und wir schleichen in dem schmalen Streifen Schatten
an den Häuserwänden durch den Ort. Die kurze Stadtbesichtigung ist nicht sehr prickelnd
und wir kehren zum Auto zurück um zum Besichtigungseingang der "unterirdischen Zitadelle"
zu fahren. Der dort allerdings für den 30minütigen Rundgang verlangte Obulus von 35Fr
pro Nase erschien uns unangemessen hoch. Der Eingangsbereich zeigte auch eigentlich bereits
genug, von der schönen "multimedialen" Führung durch saubere, akkurat gestrichene Gänge...
Gedenkstätte
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Gedenkstätte
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Ehrenmal
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Verdun
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Typ.Straße
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Wasserturm
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Zitadelle
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Wir fahren in Richtung Norden, in den Verduner Wald. Dort "wimmelt" es quasi nur so
von Forts, Gedenkstätten, pulverisierten Dörfern, Kasematten und so weiter.
Eine Art 20 Quadratkilometer großes Freilichtmuseum, teilweise mit Beschilderung,
teilweise aus unserer Karte zu entnehmen. Die erste Besichtungungstour führt
uns dann auch erstmal "ausgeschildert" in den Wald und zeigt ein "Blockhaus"
und zwei "Casematten". Alle drei Gebäude stehen in einigen hundert Metern
Entfernung und haben keinen sichtbaren Eingang. Das zugehörige Fort (Tavannes)
im Wald ist laut Karte zerstört und es sind nur noch Erdwälle auf der Karte zu erkennen.
Blockhaus
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Casematte 1
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Casematte 1
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Casematte 2
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Nach der Rückkehr folgen wir einen unbeschilderten Waldweg und entdecken
nach knapp 100 Metern das Fort, welches zwar schwerste Schäden aufweist,
aber noch viele Eingänge, Tunnel und Räume bietet. Unter anderem finden
wir zwei Anfänge unterirdischer Gänge, welche wohl u.a. die eben besuchten
äußeren Verteigungsanlagen an das Fort anschließen. Da wir nur eine kleine
Taschenlampe mitführen und lediglich mit kurzer Hose und T-Shirt bekleidet sind,
entscheiden wir uns diese Fortabschnitte "später" mit anständigerem Equipment zu
erforschen.
Gefunden!
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Äußerer Wall
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Eingangstunnel
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Ramponiert
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Hier entlang...
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Typ. Räume
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Gang im Boden
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Gang im Boden
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Umkehrpunkt
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Weitere Eingänge
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Wir fahren weiter zum öffentlich besichtigbaren Fort Vaux und
können dass aber nicht mehr machen, da wir bereits 18:30 Uhr haben.
Daraufhin beschließen wir die Restzeit mit einem kurzen Snack und
anschließendem Besuch der Gedenkstätte und Fort Douaumont zu verbringen.
Der Besuch der örtlichen Fast-Food-Kette gestaltet sich als zeitsparende
Lösung - was angesichts der fortgeschritten Stunde auch vonnöten ist.
Anschließend besuchen wir das Fort, die Gedenkstätte und diverse Bunker,
Gräben etc., die dort im Wald liegen, im Schnelldurchgang.
Schilder
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Fort Vaux
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Fort Douaumont
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Fort Douaumont
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Fort Douaumont
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130.000 Gefallene
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Fort Douaumont
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Bombardiertes Fort
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Bunker
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Laufgang
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Die Rückreise treten wir um 21:15 Uhr an. Nichts hat mehr auf und die erste
Tankstelle erwartet uns erst in Luxemburg, wo wir endlich Getränke erstehen
können. Um 0:20 Uhr sind wieder zurück.
Die Nachahmung der gezeigten Exkursionen kann Lebensgefährlich sein!
Außer den offentsichtlichen Gefahren, wie z.B. extreme Einsturzgefahr, liegt
gerade hier im Verduner Wald (= ehem.Schlachtfeld) eine ganz besonders hinterhältige:
Granaten mit Phosphor und Phosgen. Auch wir sind NICHT ABSEITS der Trampelpfade
durch den Wald marschiert! Von den huntertausenden Granaten waren damals eine
sehr hohe Zahl Blindgänger - und mit beiden Stoffen ist überhaupt nicht zu spassen! Phosphor
brennt erstklassig ruckzuck die Füße (oder mehr) weg und Phosgen ist ein geruchloses (!),
farbloses(!) Gas, welches nach einiger Zeit erst Übelkeit, dann Exitus verursacht...