O b e r s a l z b e r g

O b e r s a l z b e r g

Ca. 12 km bekannte Bunkeranlagen
Noch Unendeckt: ??? km

Berchtesgaden

Erst vor ein paar Jahren wurde ein weiterer Bunker in amerikanischen Archiven ausfindig gemacht und geöffnet. Und niemand vermag zu sagen, wieviele Anlagen der Berg letztendlich noch in seinem steinigen Eingeweiden verbirgt. Die Geheimnisse dieses Areals wurden seinerzeits bestens behütetet, denn es handelte sich um die Bunker der obersten Führungsspitze. Ausgestattet mit feinsten Internieur und Vorräten, die selbst heute noch nicht zur Neige wären, wurden die Anlagen größtenteils erst kurz vor Kriegsende fertig gestellt. Einige der wenigen Eingeweihten nutzten nach dem Einmarsch die Gunst der Stunde um sich an vielen Kunst- und Luxusgüter zu bedienen. Von der Holzvertäfelung bis hin zu den Wasserleitungen wanderten die Einrichtungen nicht nur in die Hände mancher Involvierter...

Skizze der Bunkeranlagen

Von Berchtesgaden aus kommend folgen wir der Beschilderung "Kehlstein" und biegen rechts in eine Bergstraße mit 24% Steigung ein. 200 Meter höher hatten wir die Schneefallgrenze von 1000m erreicht und nun lagen nicht nur links und rechts des Weges mannshohe Schneeaufschüttungen, sondern die Straße verwandelte sich in eine unberechenbare Piste. Der Jeep muß trotz zugeschalteter Differnzialsperre im 4WD noch kämpfen. Wie mögen seinerzeits die Automobile diesen Gewaltakt wohl bestritten haben?

Zahlen, Daten, Fakten Der Tarn-Name für den Obersalzberg/Berchtesgaden seinerzeit lautete S3 Serail.

An der Gabelung biegen wir rechts in Richtung des General Walker ab, daß sich bis vor kurzer Zeit noch fest in amerikanischen Händen befand. Dort angekommen, staunen wir nicht schlecht: alles tief eingeschneit, ohne Zugang. Frostiger Schnee liegt am Straßenrand zwei Meter hoch und macht einen Besuch ohne Schneefräse oder stundenlangen freischaufeln mit dem Klappspaten unmöglich. Wir starten in Richtung Hotel Türken. Links hinter Bergen von Schnee versteckt sich das ehemalige Kasernengelände, aber es ist außer einem postkartenreifen Wintermärchen in Weiß nichts auszumachen.

Hotel Türken

Am Hotel Türken angekommen, wo ein Teil der Bunkeranlagen zu besichtigen ist, werfen wir den Obolus von DM 5,- an einem automatischen Einlaßgitter ein und steigen auf einer Wendeltreppe in die Tiefe. Fotografieren und Filmen ist im Bunker nicht erwünscht, aber der kurze Rundgang (grüner Bereich auf der Karte) zeigt auch nicht sehr viel. Keinerlei Einrichtungen, alles ist ratzekahl ausgeweidet. In die vermauterten Gänge die weiterführen haben einige Abenteurer schon kleine Gucklöcher geschlagen, durch die aber trotz Taschenlampe kaum etwas zu erkennen ist.

Jede weitere Besichtigung des Umfeldes ist auf Grund des vielen Schnees zum Scheitern verurteilt und muß auf die Sommermonate vertagt werden. Auch alle Außenaufnahmen sind bestenfalls als Weihnachtskarten wunderschöner Winterlandschaften zu gebrauchen, sodaß wir uns alle in Geduld üben und auf den Sommer warten müssen...

Warnung: Die Nachahmung der gezeigten Exkursion kann gefährlich sein!

 

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