Strom? Der kommt bei uns aus der Steckdose...

Aspekte der Beleuchtung


Die Problematik der Beleuchtung erscheint nur auf den ersten Blick einfach zu lösen. Meist erst nach einem ersten Erkundungsgang erahnt man die ganze Tragweite dieses Themas und plant auch in diesem Bereich sorgfältiger. Die handelsübliche Taschenlampe aus dem Warenhaus nebenan für kleines Geld mag zwar auf den ersten Blick einen soliden Eindruck hinterlassen, hat aber schon so manch Erkundenden schneller im Stich gelassen, als ihm lieb war.

Die größte Wahrnehmung beim Erkunden ist und bleibt das Sehen, und dieses ist unweigerlich mit den Lichtverhältnissen verknüpft. Schlechte oder falsche Beleuchtung auf Erkundungsgängen birgt neben den augenscheinlichen Risiken wie Unfallgefahr und Orientierungsverlust, immer die Gefahr, interessante und/oder wichtige Details zu übersehen.

Auswahlkriterien der unabhängigen Beleuchtungsausrüstung:

- Energieart
- Gewicht
- Lichtleistung
- Leuchtdauer
- Ausleuchtungsart
- Handhabung

Energieart: Zwei grundsätzliche Energiequellen stehen mit einer flächendeckenden Versorgung zur Verfügung, Batterien bzw. Akkus und Campinggas. Vom Prinzip her sind beide technisch ausgereift und sicher in der Handhabung. Es gibt zwar weitere unter "Brennstoffe" einreihbare Energiequellen, jedoch scheiden die meisten entweder wegen hoher Umweltbelastung (z.B. Petroleum und Rußfaktor) und der damit möglichen Eigengefährdung, oder zu geringer Lichtleistung (z.B.Kerzenleuchten) von vornherein aus. Was übrig bleibt, sind die kleinen Hightech-Wunderwerke, die wiederum für das gros der Einsatzzwecke überzogen sind und dem Kapitel "Extreme Expeditionen" zugeordnet bleiben.

Gas, und damit auch Campinggas kann nicht überall benutzt werden wegen der offenen Flamme, bietet aber im gegenzug dort, wo es eingesetzt werden kann das beste "Kosten-zu-Lichtleistung"-Verhältnis, was mitunter ausschlaggebend für dessen Einsatz sein kann. Insbesondere bei zeitlich langen Erkundungen kann sich das zusätzliche mitführen von Gasleuchten positiv auf Budget und Ausrüstungsgewicht auswirken.

Akkus und Batterien als Energiequelle haben den Vorteil der geringeren Wärmeentwicklung der Leuchtkörper und bieten in entsprechenden Gehäusen eingesetzt keinerlei Zündquellen (Z.B. bei Grubengas). Batterien sind natürlich Umwelttechnisch und von den Folgekosten gesehen zumeist die schlechtere Wahl. Ladegeräte fürs Auto/Motorrad oder auch via Solarzellen sind heute überall kostengünstig erhältlich und bieten auch "unterwegs" oder im Basiscamp Nachlademöglichkeiten.

Noch ein Wort zum Thema Batterien: Hier fehlt, im Gegensatz zu Akkus, bei fast allen Herstellern die Leistungsangabe (Ah). Ein Vergleich im Ladenregal zwischen den einzelnen "Super-Duper-Noch-Besser"-Batterien ist dadurch nicht möglich. Wer im Einzelfall wegen spezieller Bedingungen auf den Einsatz von Batterien nicht verzichten kann, sollte hier frühzeitig die Hersteller an-schreiben oder -surfen um für die aktuellen Zellen ein Datenblatt zu bekommen. Und wer auf das Gramm genau rechnet, sollte lieber gleich mit einer kleinen Waage vor das Batterieregal treten!

Größe: Vergessen Sie alles mit Zellengrößen unter Monoblock, es sei denn, sie planen lediglich die Begehung Ihres Weinkellers. All die schönen Angaben, wie "172% mehr Licht" und "Hallogen-H7-Birne" o.ä. sollten sie keineswegs darüber hinwegtäuschen, das diese Lampen zwar verhältnismäßig hell sein können, die 4 mikrigen Mignonzellen aber nach 25 Minuten einfach keinen Dampf mehr haben!

Kleine Übersicht einiger Akkus und Batterien

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