Bunkerfibel II

Das fotografische Abbild

künstlicher Hohlräume


[Auszug]

Kapitel VI - Digitalfotografie

"Bunker are Digicams best friends", könnte man dieses Kapitel untertiteln. Tatsächlich ist es so, dass der lichtempfindliche CCD-Chip in Digitalkameras ureigentlich nicht für normale Raumtempertur gedacht ist. Das Problem ist einfach:

je höher die Temperatur, desto größer der Rauschanteil im Bild.

Profi (Studio) Kameras werden aus eben diesem Grunde gekühlt. Weder Gewicht noch die hohe Stromaufnahme spielen dabei eine Rolle. Bei den Digitalkameras "für die breite Masse" wird zugunsten einer einfachen, mobilen Handhabung, auf aktive Kühlung und damit auch auf ein Stück Bildqualität verzichtet. Eine Faustregel ist dabei, je älter die Digitalkamera, desto höher wird wahrscheinlich die Rauschempfindlichkeit sein. Bedingt durch die rasche technische Entwicklung, gibt es mittlerweile bereits solide und rauschunempfindlichere Geräte im Consumerbereich.

Typisches Farbrauschen erkennt man zumeist in den dunkleren Flächen sehr deutlich:

 

Bei unserem speziellen Einsatzgebiet allerdings herrschen zumeist Temperaturen um die 8 Grad. Und das ist quasi ideal für digitale Fotografie!

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Tonwertumfang

Gegenüber analogen Bildern, die je nach Filmemulsion bis zu mehreren Milliarden Farbabstufungen enthalten können, ist dieser Tonwertumfang bei digitalen Aufnahmen deutlich eingeschränkt. Er liegt bei 16,7 Millionen (möglichen) Farbwerten und setzt sich aus jeweils 256 Stufen der Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB) zusammen.

256(Rot) x 256(Grün) x 256(Blau) = 16777216 (16.7 Mio.) Farben

Das heisst nun aber noch lange nicht, dass jedes digitalisierte Bild auch diese 16,7 Mio. Farben enthalten muss. Schliesslich können nicht mehr Farbtöne wiedergegeben werden als Bildpunkte vorhanden sind. Ein Bild der 2,1 Megapixel-Klasse kann eben auch maximal ca. 2 Mio. Farben enthalten.

Was bedeutet das nun für die Praxis? Digitalbilder sehen vielfach "flach" aus, es fehlt ihnen an räumlicher Tiefe. Durch den fehlenden Tonwertumfang werden z.B. die Rundungen eines Luftkanals nicht mit so diverenzierten Farbverläufen dargestellt, wie auf einem analogen Foto.

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